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09 | 09 | 2010
Finanzkrise – Wo Ihr Geld ist und was wir daraus lernen Drucken E-Mail
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Finanzkrise – Wo Ihr Geld ist und was wir daraus lernen
Die Blase platzt
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Jeden Tag werden von den Regierungen dieser Welt neue Unterstützungen in Milliardenhöhe zugesagt, um die Märkte zu beruhigen. Aber viele Fragen sich: Wo ist denn das ganze Geld geblieben, das die Staaten nun in Form von frischen Banknoten nachschießen müssen. Begeben Sie sich auf eine Schnitzeljagd rund um den Globus.

Bekannt: Es begann in den USA
Ihren Ursprung hat die globale Krise im amerikanischen Immobiliensektor. Milliarden wurden in den letzten Jahrzehnten quasi in Beton gegossen und sprichwörtlich in den Sand gesetzt. Das Geld ging an Bauunternehmer, Bauarbeiter und natürlich an die Immobilienmakler, die sich mit Provisionen die Taschen voll machten. Heute will die teuren Häuser niemand mehr haben – nicht einmal zu niedrigsten Spottpreisen. Erkennbar an den milionenfach leer stehenden Häusern und Villen quer durch die USA.

Auch bekannt: Banken kaufen weltweit Kreditpakete
Aber was hat ein deutsches Finanzinstitut mit den US-Immobilien zu tun, könnte man jetzt fragen? Mit der Erfindung der so genannten „Mortgage Backed Securities“ (MBS) beginnt die Kette, die später vielen Finanzinstituten zum Verhängnis werden. Diese MBS sind festverzinsliche Papiere, die durch einen Hypothekenkredit abgesichert sind. Die Zinsen auf solche Papiere werden durch die Zinszahlungen der Kreditnehmer bedient.

Eigentlich ein Superdeal für alle Beteiligten: Die Hypothekenbank erhielt durch den Verkauf dieser MBS an andere GeldInstitute Geld, was sie als neues Darlehen wieder verleihen konnte und die Investoren erhielten Zinszahlungen für ein relativ risikoloses Geschäft. Wenn eine Hypothek mal ausfallen sollte, würde der Kredit über den Verkauf des Hauses zu hohen Preisen mehr als reichlich gedeckt – Dachten alle und rund um den Globus kauften  Investoren diese MBS und gaben Sie neu verpackt wieder an andere weiter. Eine verhängnisvolle Konstellation.

Neu: Kreditnehmer gesucht um neue Pakete zu schnüren
Wie es aber zu diesem schieren globalen Ausmaß kommen konnte, erklärt folgender Umstand: Diese anscheinend so risikolosen Papiere mit schöner Rendite waren von den Investoren derart gefragt, dass die Nachfrage nicht gedeckt werden konnte. Im Klartext: Die Kreditvergaben waren dafür zu gering. Pech gehabt möge man denken. Weit gefehlt, denn was dann passierte kann man nur mit ungezügelter Gier und Verantwortungslosigkeit umschreiben.

Was tun, wenn zu wenige Kredite im Umlauf sind? Genau, man lockerte die Regelungen für die Kreditvergabe und so kam es, dass auch Menschen mit wenig bis keiner Kreditwürdigkeit Geld für ein Haus bekamen. Bekannt geworden sind diese Kredite unter dem Begriff „Subrime“.  Unter der Annahme immer weiter steigender Immobilienpreise wurden immer mehr Pakete geschnürt und verkauft, mit satten Provisionen für die Banken und Ihre Mitarbeiter. Genau die Banken, die nun entweder pleite sind oder um Staatshilfe in Milliardenhöhe betteln.



 
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